Der Muttertag
Der Mutter ein Geschenk machen
Um ihrer verstorbenen Mutter in Liebe zu gedenken, ließ Anna Marie Jarvis, die Begründerin des Muttertages, am zweiten Sonntag im Mai des Jahres 1907 in der amerikanischen Stadt Grafton weiße Nelken an andere Mütter verteilen. Zwar hat sie selbst sich später gegen die Kommerzialisierung des Muttertages gewandt und von diesem Abstand genommen, weil sie seine Ideale verraten und in den Hintergrund gedrängt sah. Schwer vorzustellen aber bleibt, dass es ihr nicht gefallen hätte zu sehen, wie die Blumen zum Muttertag als ein Zeichen der Dankbarkeit für die Hingabe und Liebe der Mütter die Jahre überdauert haben. Fernab von stumpfsinnigem Konsum und der Überhäufung mit Geschenken. Was ist einzuwenden gegen eine kleine Gabe, die man einmal im Jahr seiner Mutter darbringt, einzig als Anerkennung für all das, was sie einem selbstlos und uneigennützig an Gutem getan hat?
Es muss und sollte vielleicht auch überhaupt nichts Extravagantes oder Kostspieliges sein, womit man am Muttertag das Herz zur Rührung bringt. Keine Uhr, kein Schmuck oder irgendein anderes teuer zu bezahlendes Blendwerk. Etwas Schlichtes, Schönes und von Herzen Kommendes wird der viel bessere Ausdruck sein für das, was man an diesem Tag wohl sagen will. Es wird genügen, sie – mit einem Strauß weißer Nelken vielleicht – zu besuchen, sie zu umarmen und ein paar liebe Worte zu finden. Mit ihr ein Picknick in der Frühlingssonne zu machen oder gemeinsam essen zu gehen. Und wer verhindert ist, der sollte wenigstens nicht vergessen, eine Karte zu schreiben oder Blumen verschicken. Jede Mutter wird es danken.